Treppy Hochstuhl mit Zubehör

Es muss nicht immer Stokke oder Hauck sein

Porträt von Paul

Von Paul

Kurzzusammenfassung für Eilige:
Wir sind begeistert vom Holz-Hochstuhl von Treppy und können ihn guten Gewissens weiterempfehlen. Die Qualität ist super, er ist robust und vor allem steht er sehr sicher. Auch das passende Zubehör ist spitze. Das Sitzkissen ist weich, verrutscht nicht und ist waschbar. Das Ess- und Spielbrett lässt sich unkompliziert in Sekundenschnelle anbringen und wird zusätzlich durch Bänder am Hochstuhl fixiert.

Da unsere Küche schwarz ist, wollten wir natürlich auch – passend dazu – einen schwarzen Hochstuhl aus Holz haben. Ich hatte zunächst nach einem gebrauchten Hochstuhl Ausschau gehalten, aber es wurde bei uns in der Nähe nie ein schwarzer angeboten. Und um ehrlich zu sein war ich zu faul einen naturfarbenen Holzhochstuhl schwarz anzustreichen 😛 Aus diesem Grund schaute ich mich nach neuen Hochstühlen um. Schnell stieß ich auf Stokke, roba, Safty 1st und Treppy. Eigentlich hatte ich gehofft einen schwarzen Hochstuhl von Hauck zu finden, weil ich aus meinem näheren Umfeld diese Marke bereits kannte und von der Qualität voll überzeugt bin. Dies war leider nicht der Fall, weshalb es einer der anderen oben genannten werden sollte.

Stokke Tripp Trapp: teures Stühlchen

Da der Tripp Trapp Hochstuhl von Stokke bei Stiftung Warentest immer ganz vorne mit dabei ist, hätten wir uns fast dafür entschieden. Aber der Preis von ca. 200€ hat uns dann doch abgeschreckt, zumal bei dem Preis noch kein bisschen Zubehör dabei ist. Wir wollten unserer Tochter nämlich ein bisschen Komfort bieten, weshalb unbedingt noch ein Sitzkissen dazu gekauft werden sollte. Außerdem wollten wir nicht, dass sie mit dem Rücken zu uns sitzen muss, wenn sie z. B. ein Buch „liest“ oder malt und wir an der Arbeitsplatte Essen vorbereiten. Aus diesem Grund wollten wir zusätzlich ein Brett haben, welches man am Hochstuhl befestigen kann. Hochstuhl und Zubehör hätten von Stokke somit fast stolze 300€ gekostet, was uns definitiv zu viel war. Aus diesem Grund blieben nur noch drei Kandidaten übrig.

Die Alternativen zum Tripp Trapp

Den Hochstuhl von roba konnten wir schnell ausschließen, weil es hierzu kein passendes Ess- und Spielbrett gab. Der Preis vom Safty 1st Hochstuhl hatte mich etwas skeptisch gemacht: kann bei knapp 50€ (teilweise sogar inklusive Tischchen) die Qualität überhaupt stimmen?! Da der Hochstuhl über mehrere Jahre mehrmals täglich im Einsatz sein wird, durfte es schon etwas teures/hochwertigeres – aber dennoch bezahlbares – sein. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Safty 1st Hochstuhl wohl doch ganz gut ist. Er war 2018 mit einer Note von 2,2 Preis-Leistungs-Sieger bei Stiftung Warentest. Da dieser Test für uns aber ein Jahr zu spät erschien, blieb nur noch der Hochstuhl von Treppy übrig. Wir bereuen diese Kaufentscheidung auch kein bisschen, da – nach nun mittlerweile anderthalb Jahren im Einsatz – der Stuhl und sein Zubehör auf ganzer Linie überzeugen.

Der Hochstuhl von Treppy

Der Zusammenbau des Treppy Hochstuhls* ist sehr einfach und schnell zu bewerkstelligen. Es müssen lediglich die Einzelteile zusammengesteckt und durch zehn Schrauben verbunden werden. Durch die vielen Einkerbungen ist sowohl die Sitz- als auch die Fußbretthöhe sehr individuell einstellbar. Zum Einstellen müssen lediglich die beim jeweiligen Brett in der Nähe liegenden Schrauben ein wenig herausgeschraubt werden. Da die Einkerbungen durchgängig sind, kann man auch die Sitz- und Trittfläche beliebig anpassen. Dies ist sehr praktisch, da man so die Sitzfläche an die Beinlänge und somit an die Position der Kniekehlen anpassen kann. Das Fußbrett ist sehr groß, wodurch ein sicherer Tritt gewährleistet wird, wenn das Kind alt genug ist, um alleine auf den Stuhl zu klettern. Ein Holzbügel und ein Gurt schützen vor dem Herausfallen.

Insgesamt macht der Stuhl einen sehr wertigen, stabilen und sicheren Eindruck. Zum Thema Sicherheit: Unsere Tochter hat sich eine Zeitlang immer mit den Füßen vom großen Esstisch abgedrückt. Dabei ist der Stuhl nie auch nur ein Stück nach hinten gekippt, sondern schob sich immer nach hinten weg. Und so soll es auch sein!

Zubehör

Wir haben den Hochstuhl zusammen mit Sitzbezug*, Ess- und Spieltisch* und Ledergurt bestellt. Keine Ahnung, was uns bei dem Ledergurt geritten hat. Dieser ist zwar ganz hübsch und lässt sich leicht abwischen, aber unbedingt brauchen tut man ihn nicht. Beim Hochstuhl liegt nämlich ebenfalls so ein Gurt bei, nur eben aus Stoff. Dieser reicht aber meiner Meinung nach vollkommen aus.
Wir haben knapp 170€ (ohne Ledergurt) bezahlt, was ein Drittel weniger ist als Stokke Tripp Trapp + Zubehör. Hätten wir nicht schon die BabyBjörn Babywippe gehabt, hätte wir bestimmt auch noch den Babyschalen-Adapter * dazu bestellt, damit unsere Tochter auch als ganz kleines Baby mit bei uns am Tisch sitzen kann.

Sitzkissen

Sitz- und Rückenlehnenkissen sind schön weich und machen, genauso wie der Stuhl, einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Sie werden mittels Klettverschlüssen am Stuhl befestigt. Die Klettverschlüsse des Sitzkissens sind jedoch sehr lang, weshalb die Enden in der Luft rumhängen. Weil mich das gestört hat, habe ich sie einfach auf die passende Länge geschnitten. Wir haben die Kissen bereits mehrere Male gewaschen und sie sehen immer noch sehr gut aus.

Ess- und Spielbrett

Das Ess- und Spielbrett war für uns für ca. anderthalb Jahre eine super Ergänzung. Wie Eingangs erwähnt, konnte unsere Tochter dadurch beliebig im Raum platziert werden und hatte immer ein Tisch zum Spielen und Essen dabei. Dies war auch sehr angenehm für uns, weil wir sie beim Füttern so zu uns drehen konnten, dass wir es bequem hatten. Ein weiterer Vorteil des Brettes ist auch, dass der Esstisch der Eltern geschont wird: anfängliche Essübungen mit der Gabel und die damit verbundenen Beschädigungen beschränken sich somit nur auf den günstigeren, kleinen Einhängetisch 😉

Das Ess- und Spielbrett wird einfach an der Rückenlehne eingehangen. Zwei Haltebänder mit Druckknöpfen an der Rückseite des Brettes verhindern, dass es ungewollt abgenommen werden kann. Unsere Tochter hat nämlich gerne mal sehr rabiat an ihrem kleinen Tischchen gewackelt und durch die Haltebänder ist nie etwas passiert. Zwar kann das Brett vorne immer noch minimal angehoben werden, aber solange keine Kugeln darauf liegen, rutscht auch bei der leichten Neigung nichts runter. Eine leicht erhöhte Umrandung verhindert zusätzlich, dass Gegenstände vorne oder an der Seite runterrutschen können.

Treppy Hochstuhl BeschädigungNach etwa anderthalb Jahren im Einsatz sah das Essbrett immer noch sehr gut aus. Es hatte lediglich ein paar kleine Macken von Gabeln und Löffeln abbekommen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass man diese Macken bei einem naturfarbenen oder weißen Tisch gar nicht erst sehen würde.
Leider hat das Ess- und Spielbrett trotz Filzschoner die Rückenlehne des Hochstuhls leicht beschädigt. Dies liegt aber wahrscheinlich daran, dass unsere Tochter das Brett häufiger unsanft an der Vorderseite angehoben hat. Damit man die abgenutzten Stellen nicht direkt sieht, habe ich diese mit schwarzem Edding ausgebessert.

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Treppy Hochstuhl + Zubehör.

Schlussworte

Mit 23 Monaten haben wir Brett, Gurt und Holzbügel abgemacht, damit unsere Tochter wie eine „Große“ mit am Esstisch sitzen kann. Dies klappte auf Anhieb wunderbar, auch wenn wir zu Beginn noch etwas Angst hatten, dass sie herunterfallen könnte.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch mit auf den Weg geben, dass Hochstühle so robust und massiv sind, dass Du sie ruhigen Gewissens gebraucht kaufen kannst, sofern Dir Macken nichts ausmachen.

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