Elektrische Milchpumpe

Uns hätte eine Handmilchpumpe auch vollkommen ausgereicht

Porträt von Paul

Von Paul

Auch wenn Ihr vor habt zu stillen, heißt dies nicht, dass nur Mama eurem Baby Nahrung geben kann. Was ist z.B. wenn Mama gerne mal mit ihren Freundinnen allein unterwegs sein will? Oder wenn ihr euch als Paar eine kurze Auszeit nehmen möchtet und Oma und Opa auf das neue Enkelchen aufpassen sollen? Dann benötigt man etwas, um die Milch aus dem Brüsten zu bekommen. Hier kommen Milchpumpen ins Spiel. Es gibt zwei Arten von Milchpumpen: manuelle und elektrische. Bei den elektrischen gibt es dann noch mal die Unterteilung in Einzel- und Doppelmilchpumpe, wobei mit der Doppelmilchpumpe linke und rechte Brust gleichzeitig abgepumpt werden können.

Da wir als neugewordene Eltern nicht wussten, zu welcher Art von Milchpumpe wir am Besten greifen sollen, hatten wir uns Rat bei unserer Hebamme geholt. Diese hatte uns eine Handmilchpumpe ans Herz gelegt. Als Technik-Fan hatte ich innerlich natürlich mindestens auf eine elektrische Einzelmilchpumpe gehofft und deshalb wurde der Rat gekonnt von mir ignoriert. Ich musste dann nur noch Mama überzeugen, dass es doch viel bequemer sei, wenn sie eine Maschine die Arbeit für sich machen lässt und sie nebenbei entspannt Fernsehen gucken kann. Meine Argumente hatten zwar Erfolg, aber ich bin jetzt im Nachhinein sehr froh, dass sie mich gezügelt hat. Ich hätte ansonsten nämlich direkt die 200€-teure Doppelmilchpumpe gekauft.

Elektrische Einzelmilchpumpe

Avent elektrische Milchpumpe - squareIch wollte für Mama natürlich nur das Beste und hätte deshalb fast zu dem Mercedes unter den Milchpumpen gegriffen: einer elektrischen Milchpumpe von Medela. Aber da wir schon die Fläschchen* (mehr Infos) und Kunststoffbecher für Muttermilch* von Avent hatten, entschieden wir uns für die günstigere elektrische Einzelmilchpumpe von Avent*.

Als die Milchpumpe bei uns eintraf, wurden die einzelnen Teile (bis auf die Pumpe selbst) erst mal gereinigt und sterilisiert. Statt des mitgelieferten Netzteils, welches mittels Micro-USB-Anschluss an die Pumpe angeschlossen werden kann, haben wir vier AA-Akkus eingelegt. Dafür, dass die Milchpumpe mit „extrem leise“ beworben wird, fanden wir sie schon recht laut (deshalb keine 100% Weiterempfehlung). Das Abpumpen hat aber auf Anhieb erfolgreich geklappt und war tatsächlich sehr bequem und keinesfalls unangenehm. Auch die anschließende Reinigung ist nicht sonderlich aufwendig.

Dennoch hätten wir von vornherein auf unsere Hebamme hören sollen. Die elektrische Milchpumpe ist super, keine Frage, aber wir haben sie vielleicht insgesamt vier Mal genutzt… wenn überhaupt. Eine Handmilchpumpe, die ein drittel oder viertel gekostet hätte, hätte uns also vollkommen genügt. Der Wiederverkaufswert unserer fast nagelneuen elektrischen Milchpumpe lag nur knapp über der Hälfte des Einkaufspreises. Dies ärgerte mich zusätzlich, nicht einfach auf unsere Hebamme gehört zu haben.

Fazit

Kauft erst eine Milchpumpe wenn es wirklich mit dem Stillen klappt. Solltet ihr euer Baby nicht oft alleine lassen und maximal einmal in der Woche auf eine Milchpumpe angewiesen sein, dann genügt eine Handmilchpumpe. Überlegt also genau, wie oft ihr überhaupt eine Milchpumpe benötigen werdet, bevor ihr unnötig viel Geld für eine elektrische ausgebt. Elektrische Doppelmilchpumpen lohnen sich nur, wenn ihr so wenig Zeit habt, dass ihr beide Brüste gleichzeitig abpumpen müsst. Fragt euch vor dem Kauf einer Doppelmilchpumpe am besten, was dagegen spräche eure Brüste einfach nacheinander abzupumpen.

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